Papst erklärt HELLvetica zur Heiligen Schrift (Satire)

Vergangenen Mittwoch anlässlich des Geburtstags des Schriftdesigners Max Miedingers verkündete der aktuelle Pontifex Franziskus eine Entscheidung des Vatikans, die das gesamte Abendland in Aufruhr versetzte.

 

Keine mindere Nachricht durchströmte die Medien, als dass der besagte Papsthöchstpersönlich die Neue Helvetica zur Heiligen Schrift erklärt. Diese herrlich anmutende Schrift mit Stegen von göttlichem Anlitz, so Franziskus, wäre wahrlich die einzige, welche dem modernen und freshen Image der katholischen Kirche gerecht werden könne.

 

Er habe sich nämlich mit den Designern unter seinen Kardinälen beraten, welchenach dem 3. Joint wagten die Behauptung aufzustellen, nicht alle Künstler wären ruchlose verdorbene Ketzer, welche dem Fegefeuer geweiht sind. Nein, es gäbe auch jene arme Seelen, welche sich lediglich von provisorischen Kirchenblättern in Comic Sans und Verläufen gepeinigt fühlen.

 

Doch dieser Schande werden wir nun ein Ende setzten, so Franziskus. Absofort werden nämlich nicht nur Kirchenblätter, sondern auch die Bibel und sämtliche Liederbücher in der gesegneten Schrift verbreitet. Viele sind begeistert. Jubeln unter Tränen „Das ist die schönste Schrift der Welt“. Andere behaupten sogar Christus Handschrift selbst wäre der der Helvetica von der Anmutung sehr nahe gekommen. Max Miedinger wäre sozusagen der Apostel des Guten Geschmacks.

 

Andere dagegen geben zu bedenken dass es nur eine Heilige Schrift gebenkann, besonders witzige bezeichnen die Entscheidung des Papstes als grotesk. Franziskus habe sogar den liebevollen Spitznamen Fontifix erhalten. Doch trotz all der Kritik muss man Franziskus eines lassen: Der Boy hat halt Geschmack.