Piktogramme & Icons

Meta: Was ist das eigentlich? Und in welchen Bereichen unseres Lebens kommen wir mit dem Thema Meta in Berührung? Da wir in der Meisterklasse dieses Jahr die verschiedenen Ebenen des Metaverse untersuchen, hat sich unter anderem die Frage gestellt ob Piktogramme/Icons als eine Art Metasprache angesehen werden könnten. Zuerst muss jedoch geklärt werden, was genau Piktogramme bzw. Icons sind.

Piktogramme sind grafische Zeichen und funktionieren als eine Bildsprache, die international verständ- lich ist. Meist erteilen Piktogramme Auskunft, Anweisungen oder Verbote. Ein Piktogramm kann jedoch nur im Kontext zum Anwendungsort eindeutig interpretiert werden.
Icons hingegen sind Zeichen/Symbole, die sich meist auf ein Objekt oder eine Funktion beziehen und dieses in abstrahierter Form darstellen. Sie werden meist im digitalen Bereich eingesetzt und auch oft in farbiger Ausführung oder animiert verwendet. Ein Icon wird anstatt Text genutzt, beispielsweise um platzsparend zu arbeiten. Icons findet man im User Interface von digitalen Geräten.

Piktogramme und Icons sind letztlich ein und dasselbe, wobei die einen analog und die anderen digital angewendet werden. Zudem gibt es auch noch Emojis, Zeichen, die in SMS und Chats verwendet werden.

Nun da geklärt ist, was Piktogramme und Icons sind, weiter zur Frage ob es sich dabei um eine Meta- sprache handelt. Eine Metasprache ist laut Duden eine Sprache oder ein Symbolsystem, das dazu ver- wendet wird, eine Sprache oder ein Symbolsystem zu beschreiben.
Piktogramme werden grundsätzlich verwendet, um Sprache zu ersetzen oder zu unterstützen und funkti- onieren übersprachlich, also ohne auf eine bestimmte Sprache zu verweisen. Folglich sind Piktogramme keine Metasprache. Umgekehrt jedoch ist Sprache die Metaebene zu vielen Icons oder Emojis. Dies trifft hingegen nicht auf Piktogramme zu, da diese Situationen, oder Sachverhalte darstellen und sich nicht auf sprachliche Begriffe beziehen.

Das Herz-Symbol beispielsweise hat verschiedene Bedeutungen abhängig von der Anwendung und dem Kontext. Die IOS-Health App zeigt ein Herz rechts oben in einem weißen Feld, dort wo man das Herz eines Gegenübers anatomisch zu finden ist, und steht in diesem Kontext für Gesundheit und Fitness. Der Instagram Like-Button hingegen ist dafür da um Gefallen auszudrücken. Ähnlich dem Like-Button steht das Herz Emoji für Liebe.

Piktogramme und Icons werden in vielen verschieden Systemen verwendet. Dazu gehören beispiels- weise Betriebssysteme, Wegeleitsysteme von Bahngesellschaften, Olympischen Spiele, Straßenschilder oder auch Packungsbeilagen von Medikamenten. Das Thema Piktogramme ist so weitreichend und um- fangreich, dass dieser Blogeintrag nur einen kleinen Einblick geben kann.

David Lexl

Vielschichtig wie wir

„Blick nur nach vorne und nicht zurück…“ Nicht ganz, denn im Fall unseres Projektpartners Netural darf voller Stolz zurückgeblickt werden. Zurück auf 25 Jahre innovatives Denken. Zurück auf eine Firma, die sich seit 1998 auf digitale Services fokussiert und von Beginn an Wegbereiter in Sachen Softwarelösungen war.

Ein durchaus herausfordernder Kooperationspartner für uns Meisterschüler der MKD 2023! Aber wie man so schön sagt – Herausforderungen machen das Leben spannender… oder so 😉

Zuallererst gab es für uns ein intensives Briefing in der Tabakfabrik, dem Heimatort von Netural. Ein Projekt, dem keine Grenzen gesetzt werden, lässt das Designerherz schon mal höherschlagen und zeitgleich unsere kreativen Köpfchen ziemlich rauchen.

Die Mission der MKD: 25 Jahre Vergangenheit, 25 Jahre Zukunft, 28 SchülerInnen, ein Druckwerk. Das Ergebnis soll eine herausragende Experience für alle Sinne bieten.

Mit diesen Anforderungen kann man schon mal kurz ins Schwitzen geraten.

Grund genug, sich nach dem Briefing gleich intensiv mit der Firma und deren Werten auseinanderzu- setzen und in alle Richtungen zu denken. So entstanden schlussendlich aus einem bunten Mix an Ideen 12 individuelle Konzepte.

Ganz schön beeindruckend, wie aus ein und demselben Briefing so unterschiedliche Projekte heranwachsen können. Zum einen gab es von Sophia die im wahrsten Sinne des Wortes großgedachte Idee eines „Giant Books“. Das begehbare Riesenbuch soll eine Ausstellung sein, bei der durch die verschiedenen Jahrzehnte gereist werden kann. Dieses Projekt hat aber vor allem bei der Präsentation vor Netural für Staunen gesorgt. Mit viel, gaaaanz viel Liebe zum Detail hat Sophia eine Miniaturansicht ihrer Ausstellung modelliert und so ihre versteckten Bastelkünste enthüllt.

Elena hingegen hat sich künstlerisch, wie auch wissenschaftlich mit dem Thema „Zeit“ auseinander- gesetzt. „Das Gute aus der Vergangenheit für die Zukunft bewahren“ – ein Satz, der sich wie ein roter Faden durch ihr Projekt zieht. Mittels komplexer Kryoniktechnologie wird ein Samen einer Edelweißblume konserviert – der Samen des Wahrzeichen Österreichs und mittlerweile vom Aussterben bedrohter Pflanzenart. Ein schöner Gedanke am Puls der Zeit…

Wie man komplexe technische Vorgänge vereinfachen und für Kunden greifbar machen kann? Diese Frage haben sich Lena und Magdalena gestellt und gleichzeitig mit ihrem Projekt eine mögliche Antwort gegeben. „Be(am) netural“ – ein selbstgebauter Projektor für das Smartphone verknüpft die Komplexität der digitalen mit der Schönheit der analogen Welt.

Das ist nur ein kleiner Sneak Peek in die Ideenvielfalt der heurigen Meisterklasse mit so vielen unterschiedlichen Ansätzen… doch welches Konzept konnte am Schluss bei der Netural-Jury überzeugen?

…. *Trommelwirbel* …

Die Wahl fiel auf „Layers of Netural“!

Mit ihrem Projekt haben Anastasia und Trine wortwörtlich Kreativität auf allen Ebenen bewiesen. Es handelt sich dabei um ein komplexes Druckwerk, welches sich durch das Dazu- und Wegnehmen unterschiedlicher Schichten erschließt und so die Vielfältigkeit Neturals verdeutlicht. So haben die beiden nicht nur das Thema Meta der diesjährigen Meiserklasse getroffen, sondern auch eine Punktlandung bei Netural erzielt.

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Ein Team von acht Personen hat sich gebildet, um die Beiden in der Umsetzung dieses Megaprojekts zu unterstützen.

STAY TUNED!


Lena Wildbauer, Magdalena Mayr

Lasset die Spiele beginnen

Nach König Hölles einjähriger Regentschaft ruft der mächtige Herrscher zu einem Turnier auf, welches die festliche Angelegenheit feiern sollte. Das ereignisvolle Event gliedert sich in drei Disziplinen: klas- sischer Schwertkampf, Bogenschießen und Tjosteturnierkampf.
Du, Meister Ästhetikus, machst dich auf zum Turnier.

Ziel des Turnierkampfs ist es, die drei Wettbewerbe zu gewinnen.

Klassischer Schwertkampf beginnt!

Dein Gegner ist ein Vertreter des Reiches Illustratorius. Der Kampf beginnt, indem ihr euch umkreist. Der orange Ritter weicht deinen Schwerthieben mit dem Drehwerkzeug gekonnt aus. Nach ein paar Mi- nuten hat dich deine Kraft verlassen und du musst handeln:

> Seitwärtshieb mittels Direktauswahlwerkzeug > Stoß mit Hilfe des Breitenwerkzeugs

Du entscheidest, dich selbst breiter zu machen und verpasst so ohne Mühe deinem Gegner einen kräf- tigen Stoß. Der Ritter versucht seine Balance zu halten, schafft es jedoch nicht. Um deinen Sieg zu be- siegeln, trittst du auf seine Rüstung und hältst ihn für drei Sekunden am Boden. Du schaffst es und der Sieg ist dein.

Bogenschießen beginnt!

Pfeil und Bogen werden an die Mitstreitenden ausgeteilt. Du befindest dich vor dem Schloss außerhalb der Burgmauern. Es sind fünf Zielscheiben aufgestellt. Die Gegnerschaft, eine Gruppe von furchtein- flößenden Gestaltern, macht sich abschussbereit: in erster Reihe steht ein zwielichtiger Charakter mit scharfen Zähnen und trügerischem Blick, rechts daneben lauert eine in sich gekehrte Person mit leicht bläulichem Teint, an deren Seite lümmelt eine große, dünne froschartige Figur, die gerade in der Nase bohrt und direkt neben dir steht eine traurig aussehende Gestalt in schwerer Rüstung. Der Countdown folgt: lautes Posaunengeheul verkündet den Start. Wie feuerst du den Pfeil ab?

> Ziele über die Zielscheibe mit Linienzeichner
> Drücke deinen Arm ganz zurück mit Handwerkzeug

Du wählst das Linienwerkzeug und versuchst, den Mittelpunkt der Zielscheibe zu fokussieren. Der Pfeil fliegt mit voller Geschwindigkeit auf das Zielobjekt zu. Deine Mitbewerber scheitern kläglich an der richtigen Anwendung ihrer Programme: der erste Anwärter schafft es nicht, seinen Pfeil abzuschießen, da die Sehne des Bogens in seinen Zähnen hängen bleibt. Der Bläuling versucht, die Zielscheibe mit der Pipette zu visieren. Der Frosch hat nicht kapiert, dass das Spiel schon begonnen hat, der traurige Pirat kommt nicht aus seiner Depression heraus und verendet in Selbstmitleid. Du hingegen triffst zumindest die Zielscheibe. Die Begeisterung der Zuschauerschaft hält sich in Grenzen.

Tjosteturnierkampf beginnt!

Das Duell beginnt mit dem Einschreiten der Ritter. Du, Meister Ästhetikus, sitzt auf deinem stolzen Ross und schreitest zum Kampf vor. Dein Gegner ist der schwarze Ritter von Akulos, welcher als Energievam- pir bekannt ist. Mit entschlossenen Schritten trabt er auf dich zu, dabei entschleunigt er dich dermaßen, dass du dich nicht mehr bewegen kannst, da er bei dir hunderttausende Tabs öffnet. Wie reagierst du?

> Du schließt die Tabs
> Du öffnest neue Tabs beim Ritter

Mit hastigen Mausklicken versuchst du deine Tabs auszuschalten. Unwillkürlich sammelst du deine Energie, doch du zeigst es noch nicht. Als Ritter von Akulos zum entscheidenden Schlag ansetzen möch- te, führst du einen Aufwärtshieb mit deinem Schwert durch. Der Ritter fällt zu Boden und du verlässt diese Disziplin erfolgreich.

Da du in allen drei Disziplinen erfolgreich gesiegt hast, wirst du zum Gewinner des Turniers auserkoren. Der König gratuliert dir und verkündet den wahren Grund des Turniers: Du bist auserwählt, um dem Kö- nig eine magische Rose zu beschaffen. Eine lange und beschwerliche Reise steht dir bevor…

Spielstand speichern?
Sarah Lindenbauer, Schmidhofer Sophia

Riso-Workshop

Anfang Oktober besuchten uns Kristian und Paul vom nichtkommerziellen Label und Künstler*innen-Kollektiv Potato Publishing aus Linz, um uns mit dem Riso-Druckverfahren vertraut zu machen. Beim Workshop wurden wir wahrlich nicht enttäuscht: Neben einem Einblick in die Geschichte der Risographie durften wir sogar selbst die Möglichkeiten des besonderen Drucks austesten, um ein Gefühl für die Technik zu bekommen. Das Wunderbare an der Risographie ist nicht nur das einzigartige Aussehen jedes einzelnen Druckobjekts, sondern auch die Tatsache, dass man mit brillianten Farben druckt, schnell höhere Kleinauflagen erzeugen kann und dabei sogar umweltfreundlich vorgeht. Unsere ersten kleinen Risowerke wurden von unseren Gästen dann freundlicherweise in zahlreicher Ausführung unter den Meisterklassenmitglieder*innen verteilt. Aber wofür eigentlich das Ganze?
Eines unserer Projekte dieses Jahr beschäftigt sich mit der Erstellung von eigenen Werken für Österreichs „Next Comic“-Festival. Schwerpunkte sind diesmal die Themen Freundschaft und Meta – und diese werden wir mit Hilfe von Risografie und Augmented Reality zum Leben erwecken. Dabei ist es besonders aufregend herauszufinden, wie der analoge Look von Risografie-Prints digitalisiert in bewegten Elementen aussehen kann.

Noch sind wir in der Phase, in welcher wir unsere Storyboards fertigstellen und mit der Umsetzung erster Panels anfangen, aber wir freuen uns, bald mit dem Drucken anfangen zu können! Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die lieben Leute von Potato Publishing, die uns den Weg in die Welt der Risografie eröffnet haben. <3

Forward Festival

Mit 25 Sprecher*innen über zwei Tage verteilt ist das Forward Festival eines der bedeutendsten Grafikdesignfestivals Europas, welches Besucher*innen aus der ganzen Welt willkommen heißt. Dieses Jahr fand das Event am sechsten und siebten Oktober im Gartenbaukino in Wien statt. Die Meisterklasse hatte die Ehre, das Festival besuchen zu dürfen. Bereits am ersten Tag hatten wir die Chance, Vorträge von Grafikdesign-Ikone Stefan Sagmeister mitzuerleben. Da wir durch unsere Vorbildung im Designbereich schon mit seinen Arbeiten vertraut waren, war es umso spannender die Beweggründe dahinter zu erfahren.
Da wir mit seiner Arbeit bereits durch den Unterricht im Kollege bekannt geworden sind, erwies sich diese Erfahrung als sehr interessant. Andere Highlights des ersten Tages waren die Präsentationen von Wang & Söderström sowie jener von Jim Stoten. Besonders der Letztere war dank seiner humorvollen Natur (unterstützt von technischen Problemen) besonders beliebt. Der zweite Tag folgte mit Stefanie Moshammer, WixPlayground sowie Deutsche & Japaner. Neben den Vorträgen der Mainstage hatte man auch die Möglichkeit, an diversen anderen Workshops teilzunehmen oder einfach die Happenings mitzuverfolgen, welche parallel zum Festival stattfanden. Aus der großen Vielfalt an Eindrücken nehmen wir Inspiration für unsere gegenwärtigen und zukünftigen Projekte mit.